(© Melanie Vogel) Das Konzept von Fixed und Growth Mindset wurde erstmals von Dr. Carol Dweck entwickelt. Eine wachstumsorientierte Denkweise (Growth Mindset) ist die Vorstellung, dass Menschen sich entwickeln und ihre Talente verbessern können. Nur weil man in einem bestimmten Bereich nicht von Natur aus talentiert ist, heißt das nicht, dass man in diesem Bereich nicht talentiert werden kann. Sehr viele Fähigkeiten können wir im Laufe unseres Lebens entwickeln. Durch Weiterbildung – und üben.

Im Gegensatz dazu ist fixiertes Denken (Fixed Mindset) die Vorstellung, dass unsere Talente festgelegt sind und weder verändert noch verbessert werden können. Dahinter steht die individuelle Überzeugung: Wenn wir von Natur aus kein Talent für etwas haben, gibt es keine Hoffnung für uns, genau das trotzdem zu lernen oder sich dahin zu entwickeln. Folglich werden keine Bemühungen angestellt, sich selbst vom Gegenteil zu überzeugen.

Unsere Denkweise bestimmt also, wie wir über uns selbst und unser Verhalten denken. Sie ist der Grund für unser Handeln und unsere Beziehungen zu anderen.

Menschen mit einer Wachstumsmentalität glauben, dass es Raum für Verbesserungen gibt. Sie sehen Herausforderungen als Chance, um zu wachsen.

Menschen mit einer fixen Denkweise hingegen verbringen mehr Zeit damit, ihre Talente zu dokumentieren, als zu versuchen, sie zu verbessern. Sie glauben, dass nur Talent zum Erfolg führt, nicht aber Anstrengung. Wenn wir jetzt nicht gut in etwas sind, werden wir es auch in Zukunft nie werden.

Ohne eine wachstumsorientierte Denkweise können wir aber weder uns selbst noch unsere Karriere verbessern. Wir werden stagnieren und uns nicht weiterentwickeln. Wenn wir in Zukunft erfolgreich sein wollen (egal, wie wir für uns selbst Erfolg definieren), müssen wir eine Wachstumsmentalität entwickeln.

Die Fixierte Denkweise ist einschränkend

  • Talente, Fähigkeiten und Intelligenz sind festgelegt und bestimmen, wer wir sind
  • Vor Fehlern fliehen, sich nicht mit ihnen auseinandersetzen, um schlau zu wirken
  • Herausforderungen meiden
  • Schnell aufgeben
  • Sich durch den Erfolg anderer bedroht fühlen
  • Negatives Feedback ignorieren, auch wenn es relevant und nützlich sein kann
  • Vermeidung neuer Erfahrungen aus Angst vor dem Scheitern
  • Suche nach Menschen, die das eigene Selbstwertgefühl stärken können
  • Konzentration sich auf das Ergebnis, da nur Ergebnisse die eigene Identität stärken

Wachstumsorientierung bedeute (Entwicklungs-)Freiheit

  • Talente, Fähigkeiten und Intelligenz können durch Anstrengung und Übung entwickelt werden
  • Aktives Verarbeiten von Fehlern mit dem Wunsch, sie zu korrigieren und aus ihnen zu lernen
  • Herausforderungen annehmen
  • Durchhaltevermögen bei Misserfolgen und Rückschlägen
  • Lassen sich vom Erfolg anderer inspirieren
  • Kritik und Feedback dienen als Mittel zum Lernen
  • Experimentieren und Lernen, um neue Fähigkeiten zu erlernen
  • Suche nach Menschen, die sie herausfordern
  • Konzentration auf den Prozess des Lernens, ohne sich um das Ergebnis zu sorgen